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Zertifizierte Tierärzte


Warum ein zertifizierter Tierarzt?
Ein (fast) jeder Tierarzt ist Dank seine Ausbildung und lanhjärige Praxiserfahrung in der Lage, Symptome für HCM, HD oder PKD zu erkennen und zu stellen. Für die Diagnostik braucht es aber spezielle, in der Anschaffung sehr teure Gerätschaften, die man in einer einfachen Tierarztpraxis wenig vorfindet. Hinzu kommt, dass ein nicht auf diesem Gebiet spezialisierter Tierarzt evtl. veraltete Werte bei der Untersuchung heranzieht und so das Endergeniss verfälscht. Gerade die Herzfunktion ist sehr komplex und braucht für die Herzschalldiagnostik ein spezilleres Gerät mit Dopplerverfahren und Gewebsdoppler. Ein zertifizierter Tierarzt hat sich als Schwerpunkt auf einer unten aufgeführten Erkrankungen in Diagnostik und Behandlung spezialisiert und bildet sich stets auf diesem Gebiet weiter.
Für diese Erkrankungen gibt es bestimmte Formulare zur Untersuchung, dessen Ergebnisse mit Einverständnis des Besitzers weitergereicht werden an PawPeds. Diese Webseite verfügt über eine sehr grosse Datenbank der unterschiedlichsten Rassen.

Was ist unter HCM (Hypertrophe Kardiomyopathie) zu verstehen?
Vorab: Nicht jede Herzerkrankung hat eine genetische Disposition. HCM ist die am häufigsten auftretende Herzerkrankung bei Katzen. Auch wenn vordergründig Rassekatzen wie Maine Coon, Britisch Kurzhaar oder Perser mit HCM in Verbindung gebracht werden, hat HCM auch bei anderen Rassen und Hauskatzen Einzug gehalten. Die Ursache für das entstehen von HCM ist bisher nicht gänzlich geklärt, man vermutet hier jedoch eine erbliche Veranlagung. Aufgrund oftmals schleichende Symptome erkennt man die Erkrankung nicht gleich und darin liegt ihre Gefährlichkeit.
Bei HCM handelt es sich um eine Verdickung des Herzmuskels, wodurch der Herzinnenraum kleiner wird und immer weniger Blut fassen kann, d. h. das Herz wird nicht mehr mit ausreichend Blut gefüllt. Die Folge hieraus ist, dass das Herz häufiger schlagen muss, um den Körper mit ausreichend Blut zu versorgen. Durch eine höhere Schlagfrequenz schwillt der Herzmuskel weiter an. Hier kommen Medikamente zum Einsatz, die lediglich die Schlagfrequenz verlangsamt, eine Heilung gibt es nicht. Bei einer fortgeschrittenen HCM kommt es neben einem beschleunigten Herzschlags auch zu Wasseransammlungen in der Lunge, die das Allgemeinbefinden der Katze stark beeinträchtigen und in einem kritischen Zustand versetzen kann.
Die Symptome für eine HCM sind oft nicht einfach, da auch andere Herzerkrankungen oftmals mit gleichen Symptome einhergehen. Es gibt durchaus Tierärzt, die in der Praxis über ein entsprechenden Farbdoppler und die Kenntnis über die Anwendung verfügen, doch oftmals arbeiten diese mit veraltete Grenzwerte. Um HCM langfristig zu eleminieren ist es wichtig, das jeder Tierarzt die gleichen Grenzwerte zugrunde legt. Umso wichtiger ist es, dass eine kardiologische Zuchtuntersuchung (HCM-Schall) möglichst vor einer Verpaarung stattfindet und von einem zertifizierten Kardiologen durchgeführt wird. Der HCM-Schall sollte anschliessend in regelmässigen Abständen wiederholt werden. Meist betroffen sind Tiere zwischen 9 Monate bis 5 Jahre. Auch für HCM gibt es ein Gentest, mit dem sich eine HCM-Veranlagung nachweisen lässt.

Zertifiziert werden können Kardiologen durch:
- Collegium Cardiologicum e.V.
- ECVIM-CA (European Collage of Veterinary Internal Medicine-Companion Animals
- PawPeds

Was ist unter HD (Hüftdysplasie) zu verstehen?
Bislang wurde die HD eher mit den Hunden in Verbindugn gebracht als mit den Samtpfoten. Doch auch hier muss ein umdecken stattfinden. Die Hüftdysplasie oder auch Hüftgelenksdysplasie ist eine erblich bedingte Fehlbildung des Hüftgelenks. Genauer gesagt entsteht bei dieser Fehlbildung ein Spielraum in der Hüftgelenkpfanne und Oberschenkelpfanne, die in ihrer Form nicht mehr aufeinander abgestimmt sind und sehr schmerzhafte Knochenwucherungen verursachen. Es kann zu einer Anomalie des Oberschenkelkopfes oder der Hüftgelenkpfanne kommen, beides in unterschiedlich starker Form. Die HD wird in 5 Schweregrade eingeteilt: A HD-Frei, B HD-Verdacht, C Leichte HD, D Mittlere HD und E Schwere HD

Was ist unter PKD (Polycystic Kidney Disease) zu verstehen?
PKD ist eine autosomal-dominant vererbte Erkrankung der Nieren. Früher nannte man im gleichen Atemzug die Perserkatzen, doch heute ist PKD auch bei anderen Katzen verstärkt vertreten.
Hierbei lagern sich, vereinfacht ausgedrückt, mit Urin gefüllten Zysten in den Nieren ein. Die Erkrankung lässt sich mittels Ultraschalluntersuchung ab einem Alter von 6 bis 8 Wochen schon früh erkennen, doch eine sichere Prognose lässt sich zu 75% erst in einem Alter von vier Monaten und zu 91% ab einem Alter von acht Monaten treffen.
Hierzu gibt es in verschieden Laboren (Laboklin, Biofocus, etc.) einen Gentest, mit dem sich die PKD-Veranlagung vom Typ PKD1 nachweisen lässt.

Wozu braucht es diese Untersuchungen?
Ziel einer seriösen Zucht sollte es sein, nur mit getesteten Tieren zu Züchten.
Alle drei aufgeführten Erkrankungen stellen eine genetische Disposition da und kann an die Nachkommen vererbt werden.
Im Hinblick zur Erhaltung von gesunden Linien über Generationen hinweg ist es von enormer Wichtigkeit, konsequent jedes zur Zucht geplante Tier möglichst vor Zuchteinsatz diesen Untersuchungen zu unterziehen. Der HCM-Schall sollte anschliessend kontinuierlich wiederholt werden um langgristig die Gesundheit eines Tieres zu schützen und Veränderungen rechtzeitig zu erkenenn und zu handeln.